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    1 week ago

Monday, December 01, 2025

Monday, December 01, 2025 12:37 am by M. in ,    No comments
A new Wuthering Heights production is currently being performed in Darmstadt, Germany:
by Emily Brontë
Adapted by Thomas Birkmeier
Directed by Anna Bergman
Set design by Sabine Mäder. Costume design by Lane Schäfer. Choreography by Stefan Richter. Dance choreography by Nira Priore Nouak. Music/Composition by Heiko Schnurpel. Chorus master: Daniel Bengü. Video by Andreas Deinert. Dramaturgy by Carlotta Huys.

November 28
December 6,12, 20, 31
January 9, 14, 30
March 15
April 10
Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, 64283 Darmstadt, Germany

The bond between Catherine, the daughter of a landowner, and her adopted brother Heathcliff, a foundling from the slums of Liverpool, is characterized by profound understanding and longing. However, when Catherine decides to marry the wealthy Edgar Linton to escape the squalid conditions at their shared home, Wuthering Heights, Heathcliff is so deeply hurt that he leaves the area. The loss of her beloved foster brother and closest confidant plunges Catherine into a deep crisis. But even with Heathcliff's return, now a rich young man, Catherine cannot bring herself to turn her back on Edgar, and so begins a maelstrom of revenge and dependency that destroys two families across generations.
"Wuthering Heights," Emily Brontë's only novel, is now considered a classic of English literature. In this complex family saga centered on the anti-hero Heathcliff, violence and anger dominate. "Wuthering Heights" is essentially the anti-"Romeo and Juliet": The love between Cathy and Heathcliff is not a tragic, innocent, and ideal one that endures against all odds until death and transcends the boundaries of origin, but rather a love bordering on obsession and marked by rage.
In her production, director Anna Bergmann explores these abysses of the human soul, which are made visible through Heathcliff, and searches for their origins – including in societal structures.
Nacht Kritik reviews the production:
Im ersten Teil fügt sich Bergmann widerspruchslos in dieses laute Pathos. Wir sehen in einem Vorgriff Heathcliff an Catherines Grab selbige verfluchen, ihren Geist als Hologramm hereinschweben. Wir sehen grimmige Riesenköpfe mit Sensen eine freudlose viktorianische Welt markieren, aus der es kein Entkommen gibt, begleitet von der drohenden Elster. Nebel und Regen verdüstern den Raum, einzelne Figuren performen Popsongs, aber in Moll. Sie sind archaisch gekleidet, ihre Gesichter weiß geschminkt, ihre Endkonsonanten gleichermaßen feucht betont – nur bei Emily Klinge als flatterhafter Catherine kommt bisweilen rebellisches Charisma zum Vorschein.
Die opernhaft humorlose Wucht ist unerträglich, aber auch effektvoll. Nach der 38-minütigen Pause leuchtet dann sofort ein, warum sie so lang war, dann ist nämlich alles anders. Bergmann hat ihre große Stärke ausgepackt: den ästhetischen Totalbruch, aufgehängt an dem Plotpoint, dass Jahre vergangen sind und Heathcliff wohlhabend und zivilisierter nach Wuthering Heights zurückkehrt. In Darmstadt erfährt die Figur außerdem eine orlandoeske Geschlechter- und Zeitenwandlung: Flora Udochi Egbonu hat die Brustplatte abgelegt, die Haare aufgemacht und ein kurzes giftgelbes Kleid angezogen. Heathcliff ist jetzt eine sexy Rächerin mit Peitsche und singt keck "The Kill" von den Dresden Dolls.
Auch alle anderen haben mindestens ein Jahrhundert gut gemacht. Ein zweistöckiges Haus fährt aus dem Bühnenboden, es gibt farbige Latexkostüme und hochgestylte Frisuren, komödiantisch koordinierte Catfights und Kotzorgien, und die Dienstbot:innen der Anwesen Hintleys und Edgars telefonieren einander very British Weisheiten durch. Das zuvor vorbildlich statische Ensemble wechselt die Spielweise und führt den Text nun genüsslich als campy 80er-Jahre-B-Movie mit einer Prise Pollesch vor.
Der Sinn dieser stilistischen Gegenüberstellung darf natürlich in Frage gestellt werden. Muss er aber nicht. Denn so macht diese "Sturmhöhe" richtig Spaß. Glück gehabt. (Martin Thomas Pesl) (Translation)
More reviews can be found in Frankfurter Rundschau amd Womser Zeitung:
„Sturmhöhe“ ist die stärkste Schauspielproduktion des Jahres in Darmstadt. Anna Bergmann inszeniert erst schauerromantische Fantasmagorie, dann bizarres Sittenbild mit Livevideo, und lässt zwischendrin immer wieder eine Rockoper aufblitzen. Passend dazu unternimmt Bühnenbildnerin Sabine Mäder einen Leistungstest der neuen Technik im Kleinen Haus, lässt Menschen in den Bühnenhimmel fliegen und Gebäude in der Versenkung verschwinden. Dass die Ökonomie der Mittel nicht zu den Stärken dieser Inszenierung gehört, dass der düstere erste Teil des Abends deutlich konzentrierter gelingt als der grelle zweite Abschnitt – geschenkt. Hier wird so viel aufgefahren, wie man vom Theater nur verlangen kann und nicht oft geboten kriegt. (Stefan Benz) (Translation)



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